Grußwort zum Advent 2021

Liebe Schwestern und Brüder!

Viele von uns brauchen eine Brille. Für die einen Menschen geht es um Probleme in der Ferne und für die anderen Menschen in der Nähe. Bei vielen aber besteht die Schwierigkeit in Nähe und Ferne. Brillenträger schätzen es, wenn ihre Brille beides abdeckt und nicht dauernd gewechselt werden muss. Der Advent, mit dem das Kirchenjahr beginnt, ist eine außerordentlich geeignete Bifokalbrille, die es uns erleichtern will, uns wieder spirituell neu auszurichten. Denn er sieht in die Nähe, ganz deutlich und mit Nachdruck, und in die Ferne, genauso prägnant und eigentlich unübersehbar. Der Advent schaut – gleichzeitig – auf ein zweifaches Kommen des Herrn: Im Weihnachtsfest, das ist das Augenmerk in der Nähe, und auf das endgültige Kommen Christi am Ende der Zeit, das ist die Ferne. Und die Texte, die der Advent in der Liturgie bietet, zeigen geistliche Festvorbereitung und Apokalyptik in gleicher Weise.

Für viele ist die Beschäftigung mit den letzten Dingen, dem Ende der Zeit und der Wiederkehr Christi zum Gericht, eher etwas Unangenehmes. Wer schaut schon gern auf das Ende der Welt und auch auf das eigene Ende. Dabei vergessen wir, dass uns die Vollendung zugesagt ist. Wenn alle Tränen abgewaschen werden und wir Christus, den Weltenrichter, von Angesicht zu Angesicht schauen werden. Wenn Christi Reich gänzlich aufgerichtet wird und alles Stückwerk vergeht. Stückwerk wird in Vollkommenheit verwandelt. Das sind doch eher trostreiche Gedanken, die einen erhebenden Effekt auf uns haben sollten.

Es gibt fünf Rosenkränze, die bekannt sind. Davon sind aber nur drei etabliert und werden in den Gemeinden genutzt. Es gibt ja kaum ein noch undankbareres Unterfangen als Einfluss auf das Liedgut bzw. auf den Gebetsschatz der Christen zu nehmen. Schon im Trierischen Gesangbuch von Bischof Matthias Wehr sollte der trostreiche Rosenkranz eingeführt werden. Der Hl. Papst Johannes Paul II. versuchte, den lichtreichen Rosenkranz einzuführen. Beide Unternehmen sind gescheitert. Bis auf wenigen Ausnahmen (v.a. bei Katholischen Fernsehsendern und Rundfunk) werden weiterhin die drei etablierten Rosenkränze in den Gemeinden gebetet – ausschließlich. Und dabei könnte uns der Trostreiche eine so gute Hilfe sein, wenn wir mit der Adventsbrille in die Ferne sehen wollen. Und wenn wir diese „fernen“ Geheimnisses als trostreich und aufbauend erfahren könnten:

  • der als König herrscht
  • der in seiner Kirche lebt und wirkt
  • der wiederkommen wird in Herrlichkeit
  • der richten wird die Lebenden und die Toten
  • der alles vollenden wird.

Schauen wir doch – mit den Dioptrien des trostreichen Rosenkranzes – in die Adventsbrille. Lassen wir den Beginn des Kirchenjahres doch einen wirklichen Neubeginn sein. Ein Neubeginn, der den ganzen Advent – mit seinen beiden Blickrichtungen – erfasst.

Ich wünsche Ihnen einen trostreichen Advent!

Immer Ihr Kooperator

Pfarrer P. Schwan

Aktuelle Hinweise

Krankenkommunion im Dezember 2025: 18. Dezember 2025 in der Pfarrei Oberkirchen ab 15:00 Uhr, am 19. Dezember 2025 in der Pfarrei Grügelborn ab 10:00 Uhr, in den Pfarreien Freisen und Wolfersweiler am 19. Dezember 2025 ab 15:00 Uhr.

<strong>Krankenkommunion im Januar 2026: </strong> 08. Januar 2026 in der Pfarrei Oberkirchen ab 10:00 Uhr, am 08. Januar 2026 in der Pfarrei Grügelborn ab 15:00 Uhr, in den Pfarreien Freisen und Wolfersweiler am 08. Januar 2026 ab 15:00 Uhr.

Annahmeschluss für den nächsten Pfarrbrief 15. Januar 2026

Sammlung für die St. Wendeler Tafel am 06. Januar 2026 von 15:30 bis 16:45 Uhr in der Sakristei der Pfarrkirche Freisen (Pfarrbüro).

Konzert des Kinder und Jugendchores am 07. Dezember um 17:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Remigius Freisen.

Tradionelles Adventskonzert der Oberkirchener Vereine am 14. Dezember um 17:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Katharina Oberkirchen.

Aus der Pfarreiengemeinschaft in die Ewigkeit abberufen

In die Ewigkeit abberufen wurden vom 15. November bis 07. Dezember 2025 aus der Pfarrgemeinde St. Remigius Freisen – Marita Schummel, aus der Pfarrgemeinde Maria Königin des Friedens Grügelborn und St. Martin Reitscheid – Leo Haupenthal, Paul Baldes und Konrad Lattwein, aus der Pfarrgemeinde St. Katharina Oberkirchen – Hans Walter Schmitt, Hartwig Schnur und Gitte Müller – Herr, gib ihnen die Ewige Ruhe und das Ewige Licht leuchte ihnen. Amen

Konzerte in der Adventszeit

 

  • 14. Dezember 17:00 Uhr Volkshauskapelle, Kirchenchor, MGV, Gospelchor und MV Harmonie/Haupersweiler in der Pfarrkirche Oberkirchen

Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen

Katholisches Pfarramt Freisen - Oberkirchen
Zur Festhalle 14
66629 Freisen

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PG Freisen-Oberkirchen