Nikolaus

Wie bereits im letzten Jahr erzählt uns der Nikolaus seine Legende wieder auf digitalem Weg.

Herr Loch erzählt die Legende vom Heiligen Nikolaus sehr schön und anschaulich. Ich habe dann darüber hinaus noch einmal in Büchern ein bisschen nachgeschaut und noch einiges über den Nikolaus herausgefunden.

Vor allem habe ich die berühmteste Maus Deutschlands gefragt. In einem Buch „Frag doch mal die Maus – Fragen zu Gott, der Welt und den großen Religionen“ wird vom Nikolaus erzählt, dass er in aller „Erzählungen Menschen hilft, die in Not sind“.

Nikolaus soll einmal die Familie dreier armer Mädchen mit Goldtalern beschenkt haben. So mussten die Eltern die Kinder nicht verkaufen, um überleben zu können.

Einer der drei Goldtaler soll in einer Socke, die zum Trocknen aufgehängt war, gelandet sein.

Als Christ kümmerte sich Nikolaus damals um die Sorgen und Nöte einfacher Menschen. Er lebte zur Zeit des Römischen Reiches und ihm wurde der Name Nikolaus als eine Art Beiname oder Spitzname gegeben. Nikolaus kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Sieger des Volkes“. Wie sein eigentlicher Name war, weiß heute niemand mehr.

Der Gedenktag des Heiligen Nikolaus ist sein Todestag, der 06. Dezember und damit ein Tag, der mitten in die Adventszeit fällt. In Erinnerung an die drei armen Mädchen und an die anderen Taten des Nikolaus wurde das Schenken zu einem christlichen Brauch in der Adventszeit. Vor allem im Süd- und Osteuropa wurde Nikolaus verehrt. Nikolaus wird als Schutzpatron der Schiffsleute, Fischer, Getreidehändler, Apotheker und natürlich der Kinder.

Der deutsche Reformator Martin Luther war gegen die Verehrung von Menschen als Heilige. Er schaffte in der auf ihn zurückgehenden evangelischen Kirche das Beschenken am Nikolaustag ab und verlegte es auf den 25. Dezember.

Was hat der Nikolaus nun mit dem Weihnachtsmann zu tun?

Nun ja, das Christkind hat nach Martin Luther ja bereits den Nikolaus als „Geschenkebringer“ abgelöst. Auch denn die katholischen Gegenden diesen Brauch erst im 19. Jahrhundert übernahmen, wollten sie sich nicht von ihrem geliebten Nikolaus trennen. Es entwickelten sich Traditionen, wie das Herausstellen der Schuhe oder aber es verkleiden sich vornehmlich Männer (Väter, Onkel, Nachbarn) als Bischof mit Mitra, dem geschwungenen Bischofsstab und einem roten Mantel.

Letzteren trägt auch der Weihnachtsmann. Statt des kleinen Christkindes, das in der bildlichen Darstellung eher aussieht wie ein Engelchen, wollte man irgendwann einen stattlichen Mann mit Rauschebart. So wurde aus Bischof Nikolaus Stück für Stück der Weihnachtsmann durch den Wegfall der christlichen Symbole. Im „Struwwelpeter“ tauchte 1844 erstmal ein verwandelter Nikolaus in rotem Mantel auf. Er trägt eine Zipfelmütze und wird der große Nikolas genannt. Er aber bestrafte unartige Kinder.

Nach und nach verschmolz diese Figur mit „Sinter Klaas“, der in Holland seine Herkunftsstätte hat, und dem Santa Claus oder dem „Father Christmas“ aus Amerika. Er fliegt mit einem Schlitten über die Häuser und lässt seine Geschenke durch Kamine rutschen. In den USA und Großbritannien hängen Kinder und Erwachsene Strümpfe an den Kamin, in denen dann Geschenke landen. Dies lässt Parallelen mit der Geschichte von den Goldtalern oder -kugeln erkennen, die die Töchter der armen Familie vor der Prostitution oder dem Verkauf gerettet haben.

Den ersten Schokoladennikolaus gab es bereits 1820. Erst ab 1840 waren Schoko-Nikoläuse innen hohl. Leider wurde hier der Nikolaus vom Weihnachtsmann abgelöst. Richtige Nikoläuse aus Schokolade findet man eher selten.